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bier zapfenPerfekt gezapftes Bier sollte in Deutschland und gerade in der Hotellerie und Gastronomie eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein - ist es aber nicht, was viele Gäste immer wieder erfahren müssen. Hier einige Empfehlungen des Deutschen Brauer-Bundes, der in Berlin ansässig ist.

Der richtige Weg zu einem frisch gezapften Bier: 

Fassbier ist etwas Besonderes! Leider behandeln nicht alle Wirte das Bier so gut, wie es unser fachmännisch gebrautes Produkt verdient hätte. An der Theke trennt sich beim Zapfen die Spreu vom Weizen!


Daran erkennen Sie, daß der Wirt ein Profi ist:

  • Das saubere Glas muss direkt vor dem Zapfen mit frischem kaltem Wasser ausgespült worden sein. 
  • Das Glas soll schräg unter den ganz geöffneten Zapfhahn gehalten werden, so dass das Bier die Wandung entlanglaufen kann, damit möglichst wenig Kohlensäure verloren geht. 
  • Das zu 2/3 gefüllte Glas sollte zugunsten der Schaumhaltbarkeit für eine kurze Zeit abgestellt werden. 
  • Beim Nachzapfen darf der Hahnauslauf nicht ins Bier eintauchen, sonst wird Luft hinein- gedrückt und die Kohlensäure entweicht.
  • Nach dem Aufsetzen der Schaumkrone ist ein Bier nach maximal zwei bis drei Minuten servierfertig. Länger darf es auf keinen Fall dauern! 

  

Die sechs Todsünden beim Bierzapfen:

  • Schlecht gespülte Gläser - Ein schlecht gereinigtes Glas können Sie an den Kohlensäurebläschen an der Glaswand erkennen.
  • Zusammengeschüttete Gläser - Nehmen Sie niemals ein Bier an, das aus verschiedenen Gläsern stammt. Durch das Zusammenschütten verliert das Bier Kohlensäure und wird schneller warm.
  • 7-Minuten-Pils - Ein „7-Minuten-Pils“ kann niemals ein gutes Bier sein. Durch das zu lange Zapfen geht viel Kohlensäure verloren und das Bier erwärmt sich schnell.
  • Vorgezapftes Bier - Bei einer guten Schankanlage und richtiger Zapfkunst ist ein Vorzapfen und Stehenlassen von Bier nicht notwendig. Es wird dadurch nur schal und warm.
  • Falsches Spülmittel - Verwendet der Wirt ein normales Haushaltsspülmittel bei der Glasreinigung, erkennt man das durch extrem große Blasen im Schaum, bevor dieser in kürzester Zeit zusammenfällt.
  • Trübes oder flockiges Bier - Ein nicht naturtrübes Bier muss glanzfein und klar sein. Sollte ihr Bier trüb sein oder Flocken enthalten, wurde zuvor die Schankanlage nicht ausreichend gereinigt.

 

Was Sie von Ihrem Bier erwarten dürfen:

  • Geruch - frei von bierfremden Gerüchen
  •  Geschmack -  frisch, vollmundig und rein
  • Trinktemperatur - angenehm kühl (5-8°C) 
  • Schaumkrone - gleichmäßig feinporig und haltbar  
  • Kohlensäure - fein prickelnd auf der Zunge

 

Sind alle diese Voraussetzungen erfüllt, steht einem genußvollen Trinkgenuß nichts mehr im Wege!

Auf Ihr Wohl!